Schizophrenie

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Das Herzstück der Psychiatrie.

Fakten - Axiome:

Seit mindestens 200 Jahren (wahrscheinlich länger) gibt es in Westeuropa (wahrscheinlich weltweit) eine Gruppe von Menschen die im Verlauf ihres Leben unter Halluzinationen und Wahnvorstellungen leiden, ohne das greifbare körperliche Störungen vorliegen oder eine spezifische "psycho-dynamische" Ursache erkennbar ist. Im 19. Jahrhundert wurden diese Menschen als wahnsinnig, verrückt etc. bezeichnet.

1911 versuchte Eugen Bleuler diese Menschen in seinem Buch "Die Gruppe der Schizophrenien" zu beschreiben. Wie auch andere Forscher (z.B. Emil Kraepelin) beobachtete Bleuler häufig einen chronischen Verlauf der Störung, der zu einem spezifischen Endzustand führt.

Die Mehrheit der Menschen (Nicht-Betroffene, Therapeuten, Leistungsträger, Verwandte und Betroffene) sind mit dem "medizinischen Modell" der Schizophrenie zufrieden. Dies beruht weniger auf rationalen Erkenntnissen, sondern mehr auf dem Wunsch mit dem bedrohlichen Phänomen "Schizophrenie" umzugehen.

Ein wirklich überzeugendes Gegenkonzept zum "medizinischen Modell" gibt es bisher nicht.


Theorien: Schizophrenie ist eine Krankheit wie z. B. Diabetes.

Es ist sinnvoll die Schizophrenie in verschiedene Arten einzuteilen (Katatonie, Hebephrenie etc.)

Schizophrenie kann man gegen andere ähnliche Störungen (Paranoia, paranoide Persönlichkeitsstörungen, kurze psychotische Episode etc.) abgrenzen.

Schizophrenie ist hauptsächlich genetisch bedingt.

Schizophrenie ist hauptsächlich psychologisch zu erklären.

Schizophrenie ist durch körperliche Therapien (Neuroleptika, Elektro-Krampf) günstig zu beeinflussen.

Schizophrenie ist durch diskrete körperliche Veränderungen gekennzeichnet, die in Zukunft immer besser definiert werden können.